Specialized Rookies Cup #2 2019

Rennbericht: Pfingsten in Steinach

Der zweite Lauf des Specialized Rookies Cup presented by iXS brachte die Nachwuchsszene ins thüringische Steinach. Ingesamt gingen 270 Sportler und Sportlerinnen an den Start, um in neun Wertungsklassen um die Podestplätze zu kämpfen.

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Steinach ist seit drei Jahren nun wieder Station des Specialized Rookies Cups. Die Serie umfasst in diesem Jahr insgesamt sechs Rennen in Deutschland, Österreich und Italien. Der erste Lauf wurde Ende Mai in Winterberg im Rahmen des iXS Dirt Masters Festivals ausgetragen und bereits im Vorfeld des Rennens wurde bereits deutlich, wie populär die Serie in ihrem zehnten Jahr ist. Für den Auftakt waren etwa 200 Fahrer und Fahrerinnen waren zugelassen, wobei noch weitere 200 auf der Warteliste eingetragen waren. Auch für das Rennen in Steinach war die Onlineanmeldung vorzeitig geschlossen worden, weil das Rennen ausgebucht war.

In Steinach gab es eine Besonderheit, die nur bei drei Rennen existieren wird. Zusätzlich zu den offiziellen Startklassen der Serie gab es noch die Open Men Kategorie, die zum einen von den eher regionalen Fahrern höheren Alters geschätzt wird, zum anderen aber insbesondere von Vätern, die somit mit ihrem Nachwuchs gemeinsam trainieren können. In Steinach waren immerhin knapp zehn dieser Familiengespanne gemeldet, so dass sich ein völlig neues Bild während der Trainingszeiten auf den Strecken bildet.

Familie Bast gemeinsam auf der Strecke Familie Bast gemeinsam auf der Strecke

Das Wetter war am Sonntag sommerlich und somit natürlich auch die Stimmung wieder sehr entspannt. Der Modus mit dem Rennen an zwei Tagen, der bei allen Veranstaltungen außer Winterberg angewendet wird, schafft genug Zeit zum Trainieren ohne jeglichen Stress. Weil am zurückliegenden Wochenende auch noch Pfingsten und somit auch noch der Montag ein Feiertag war, wurde am Sonntag der Seeding Run ausgetragen und das Finale erst Montag. Somit konnte man im regulären Bikeparkbetrieb auch am Samstag noch zusätzlich die Wettbewerbsstrecke trainieren, so dass es für viele ein richtiges Trainingslager mit inbegriffenen Zeitläufen war.

Nachdem das Training am Sonntagmorgen dann ausgiebig genutzt wurde, begann ab 14.30 Uhr der Seeding Run. Schnellster der ganz Jungen, also der Klasse Kids U13, war Lorwnzo Mascherini (ITA - Tribe Team). In der nachfolgenden Klasse war es einmal mehr der Schweizer Mike Huter, der jedoch nur ganz knapp vor Henri Kiefer (GER - SRAM Young Guns Racing) die Ziellinie überquerte. Damit kündigte sich schon ein absolut spannendes Finalrennen für den Pfingstmontag an, wobei auch die sehr unterschiedliche Wetterprognose für Spannung sorgte.

Lorwnzo Mascherini war ein völlig unbeschriebenes Blatt vor dem Rennen in Steinach Lorwnzo Mascherini war ein völlig unbeschriebenes Blatt vor dem Rennen in Steinach

Am Ende war das Wetter trotzdem wieder perfekt und man konnte sich ganz der Frage widmen, ob in den oben genannten Klassen sich das Gastgeberland wieder von den Nationen Italien und Schweiz die Butter vom Brot nehmen lassen würde. Am Morgen stand noch einmal eine Trainingssession an, bevor es dann zur Mittagszeit mit den Finalläufen losging.

Finish Area - RDC Steinach 2019.jpg

In der U13 Klasse konnte Lorwnzo Mascherini sein Ergebnis vom Vortag wiederholen und sicherte sich den Sieg. Felix Hut (GER - Propain Talent Factory) wurde Zweiter und Klaas Michaelsen (GER - Salt City Rider Lüneburg) komplettierte das Podest. In der U15 Klasse rettete Henri Kiefer die Ehre des Gastgeberlandes und sicherte sich die Bestzeit. Mike Huter (SUI) musste sich mit acht Zehntelsekunden geschlagen geben. Damit scheint klar zu sein, auf welch spannendes Duell man sich in der verbleibenden Saison einstellen kann. Dritter wurde Luca Wehrle (GER - BSS Youth Syndicate).

Henri Kiefer bei seiner Zielankunft - die Anzeigetafel offenbarte ein knappes Minus Henri Kiefer bei seiner Zielankunft - die Anzeigetafel offenbarte ein knappes Minus

In der Klasse Girls U13/U15 konnte sich diesmal Melina Bast (GER - Propain Talent Factory) durchsetzen und schien davon zu profitieren, dass sie im Training mit ihren beiden Elternteilen auf der Strecke fahren konnte. Wahrscheinlich wäre die Familie Bast die schnellste Formation, wenn man alle Angehörigen in einer Art Family Challenge werten würde. Bei den Girls U17/U19 war es Laetitia Immler (GER - Immler Grip), die mit 3:08.821 Minuten die schnellste Zeit einfahren konnte. Immerhin sind in der Gesamtwertung dieser beiden weiblichen Nachwuchsklassen 12 Fahrerinnen gelistet, was grundsätzlich ja nicht Wenige sind. Wir hoffen, dass diese Beteiligung ähnlich hoch bleibt.

Melina Bast muss ihre Eltern wahrscheinlich kaum überreden, mit ihr zu den Rennen zu fahren Melina Bast muss ihre Eltern wahrscheinlich kaum überreden, mit ihr zu den Rennen zu fahren

Die Youth U17 Klasse gewann Josue Mazzoli (GER - MTB Club München) vor Florian Zimmerli (SUI - The Radix Squad Racing) und Mike Schmickl (GER). Die Siegerzeit hätte in der lizenzierten Pro Youth U17 zu einem Top Five Ergebnis gereicht. Diese Klasse war die mit den knappsten Ergebnissen, denn Colin Klipper (GER - Commencal Co Factory) konnte sich nur fünf Zehntelsekunden von Elias Bluhm (GER - DHM Rookie Rockets) absetzen, während der wiederum nur zwei Zehntel Abstand zum drittplatzierten Niklas Sterer (AUT - Armadillos Racing Team) hatte.

Colin Klipper bewies mit dem Sieg, dass er zu Recht auch beim EDC an den Start geht Colin Klipper bewies mit dem Sieg, dass er zu Recht auch beim EDC an den Start geht

Die Open Junior U19 Klasse dominierte Julius Kowaltschik (GER). In den erstmals in dieser Saison ausgefahrenen Klassen Women und Men hießen die Sieger Jessica Kalbitz (GER - Bergrausch Racing) und Erik Fickelscheer( GER - B2BA-Gravity Team).

Siegerehrung Open Men - Steinach RDC

Im Übrigen hat Steinach wieder einige coole Sideevents organisiert, die keine lange Weile aufkommen ließen. Hoffentlich bleibt der Ort noch länger im Rennkalender, insbesondere weil nun schon seit längerem im Gespräch ist, dass die Arena Silbersattel komplett umgebaut werden soll und mit neuer Gondelbahn und neuen MTB-Strecken in die Zeit der Moderne versetzt werden soll. Der nächste Stopp der Serie wird in vier Wochen beim Glemmride Festival in Saalbach Hinterglemm ausgetragen.