Congradulation - EDC Kranjska Gora 2015 © extreme-pics.de / Thomas Dietze
In eigener Sache

Erklärung Super Final

Beim ersten Rennen des iXS European Downhill Cups in Kranjska Gora wurde erstmalig das Super Final ausgetragen. Somit ist es an der Zeit, das Ganze noch einmal zu beleuchten.

iXS_750x93-Trigger

Auch wenn schon mehrfach das Super Final an anderer Stelle erläutert wurde, scheint es erst jetzt so weit zu sein, dass man sich dafür interessiert und sich mit der Thematik beschäftigt. Aus diesem Grund möchten wir hier noch einmal genauer darauf eingehen. Grundsätzlich sei voran gestellt, dass wir das Ganze machen, um den Sport weiterzuentwickeln. Auch wir finden, es ist die beste Sportart der Welt und somit sind wir der Meinung, wir müssen uns bewegen, wir brauchen Innovationen. Sicherlich ist die Einführung von neuen Regeln nicht ganz einfach und Kritiker müssen erst einmal überzeugt werden. Klar ist uns auch, dass man es nie allen recht machen kann, aber neue Wege sind wichtig, Innovationen werden am Anfang oft belächelt oder zerredet. Doch sein wir mal ehrlich, wenn man sich den Entwicklungen in der Vergangenheit immer verschlossen hätte, würden wir uns heute noch mit Halbschale irgendwelchen Waldwegen runterstürzen.

Das Super Final ist ein besonderer Lauf in dem der Tagessieg ausgefahren wird, ähnlich wie im Weltcup das Finale, nur eben, dass wir auch allen anderen Fahrern die Chance geben, am Sonntag zu starten. Für viele ist beim Weltcup das Rennen nach der Qualifikation gelaufen und sie sind dann nur noch Zuschauer.

Das Super Final bietet einheitliche Bedingungen, denn mit bis zu 200 Elitefahrern wurde in der Vergangenheit das Finale zu einer lang dauernden Prüfung. Manchmal konnten zeitig startende Fahrer von einem Wetterwechsel profitieren. Dabei sollte eigentlich keiner aufgrund einer schwachen Vorstellung im Seeding Run einen Vorteil haben. Johannes Fischbach hat es beim letzten Rennen der 2014er Serie in Leogang gezeigt, dass mit einer frühzeitigen Bestzeit auch die Spannung völlig verloren gehen kann. Auch Robin Wallner hat in Pila schon einmal das Rennen gewonnen, nur weil er im Seeding Run keinen guten Lauf runtergebracht hat und dann am Sonntag als einer der ersten startete. Danach änderte sich das Wetter und die Bedingungen waren in dem großen Fahrerfeld nicht mehr homogen. Kein Fahrer konnte anschließend aufgrund der Verhältnisse mehr an seine Zeit herankommen. Im Super Final sind die Bedingungen nun für alle annähernd gleich.

Kritisch wurde beurteilt, dass es „protected“ Fahrer gibt. Aus unserer Sicht ist dies aber nur fair, schließlich sind dies die besten Fahrer des Wettbewerbs. Dass diese Fahrer eindeutige Vorteile haben, ist nicht offensichtlich, schließlich fahren auch sie bereits um Punkte für die Gesamtwertung und werden sicherlich nicht einfach nur runterrollen. Und ganz ehrlich, wenn sie sich nicht direkt fürs Super Final qualifizieren, heißt dies, sie kommen zu den Top 30 dazu. Dies heißt, sie würden sich damit mehr Konkurrenz schaffen.

Klar verstehen wir auch den Unmut von Miran Vauh, der in Kranjska Gora am Sonntag eine Zeit runtergebracht hat, die für den zweiten Platz gereicht hätte. Er konnte sich aber eben nicht für das Super Final qualifizieren. Im Weltcup wäre er am Sonntag dann nur noch Zuschauer gewesen, bei uns bekommt er die Möglichkeit weiterzufahren und das gesamte Rennwochenende für sein Startgeld zu nutzen. Im Übrigen bleibt eine solche Leistung natürlich auch nicht unbemerkt. Nicht zuletzt wurde er extra in der offiziellen Pressemitteilung erwähnt.

Das Super Final bringt kompakte Action und hält die Spannung über eine allgemein gängige Zeitspanne mit den wichtigsten Entscheidungen des Tages. Das ist gut für die Show auf der Rennstrecke, gut für die Fans draußen und zuhause beim Verfolgen des Livetimings oder auch bei zukünftigen Medienformaten. Auch die Frauenelite profitiert von diesem Format, denn sie werden direkt vor den 30 schnellsten Männern und vor großem Publikum antreten.

Und im Übrigen, wir denken, dass es jetzt sogar im Mittelfeld für noch mehr Anreiz sorgt, denn für Fahrer, die nie unter die Top 20 fahren können, gibt es jetzt eben das Ziel, die Qualifikation fürs Super Final zu schaffen. Um das Ganze besser einzuordnen, sollte man den Europacup als Vorstufe zum Weltcup sehen, dort ist es um einiges härter und wir versuchen den Schritt nach oben zu erleichtern. Auch wenn wir nun eine Quali haben, fliegt bei uns keiner raus, Er kann immer noch mit einer guten Leistung auf sich aufmerksam machen, so wie es Miran Vauh getan hat.

Wir hoffen hiermit einiges klarstellen zu können und natürlich interessiert uns die Meinung anderer. Mitreden und Mitentwickeln finden wir gut, somit können wir gemeinsam den Sport voranbringen.